Stallklima - Beleuchtung: Unterschied zwischen den Versionen

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In den verschiedenen Funktionsbereichen sollte die Beleuchtungsstärke 150 Lux betragen (Tabelle 1) (Fry 2021). Lichtdurchlässige Dach- und Deckenflächen fördern den Tageslichteinfall, jedoch auch den Wärmeeintrag in den Tierbereich. Aus diesem Grund sollten diese nur in einer geeigneten Firstüberdeckung oder in korrekt ausgerichtetes lichtdurchlässiges Wandmaterial (z. B. Wickellüftung aus Gewebeplatten) installiert werden (Werner 2021).
In den verschiedenen Funktionsbereichen sollte die Beleuchtungsstärke 150 Lux betragen (Tabelle 1) (Fry 2021). Lichtdurchlässige Dach- und Deckenflächen fördern den Tageslichteinfall, jedoch auch den Wärmeeintrag in den Tierbereich. Aus diesem Grund sollten diese nur in einer geeigneten Firstüberdeckung oder in korrekt ausgerichtetes lichtdurchlässiges Wandmaterial (z. B. Wickellüftung aus Gewebeplatten) installiert werden (Werner 2021).
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!Intensität
(Lux)
!Dauer
!Lichtfarbe
(Kelvin)
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|Laktierende Tiere
|150
|13 Stunden hell und 11 Stunden dunkel
|Tageslicht (> 5300)
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|Trockensteher
|80
|8 Stunden hell und 16 Stunden dunkel
|Neutralweiß (3300 - 5300)
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|Wartebereich
|150
|30 Minuten vor und nach dem Eintrieb der Tiere einschalten
|Tageslicht (> 5300)
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|Treib- und Laufgänge
|150
|30 Minuten vor und nach dem Eintrieb der Tiere einschalten
|Tageslicht bzw. Neutralweiß
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|Melkstand: 
Grundbeleuchtung
Arbeitsbeleuchtung
|150
500
|Ein- und Austrieb
Während des Melkens
|Tageslicht (> 5300)
4000 - 6500
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|Krankenbereich:
Grundbeleuchtung
Arbeitsbeleuchtung
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|Abkalbebereich:
Grundbeleuchtung
Arbeitsbeleuchtung
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==== Literaturverzeichnis ====
==== Literaturverzeichnis ====

Version vom 18. Oktober 2023, 11:36 Uhr

Beleuchtung

Tier sind, wie Menschen, an das Tageslicht und den Rhythmus von Tag und Nacht angepasst. Die natürliche Beleuchtung wirkt stimulierend und motivierend. Neben der Aufgabe des Sehens wirkt das Tageslicht auf die physische und psychische Verfassung und Leistungsfähigkeit.

Aus diesem Grund ist eine ausreichende Beleuchtung mit Tageslicht in der Stallumgebung für die Tiere anzustreben (Werner 2021). In der Milchviehhaltung können Lichtprogramme eingesetzt werden, um die unterschiedliche Lichtwirkung eines Sommer- oder Wintertages zu nutzen. Insbesondere blaue Lichtanteile steuern beispielsweise die „inneren Uhr“ und beeinflussen Fruchtbarkeit und Wohlbefinden. Durch den Einsatz von LED-Leuchten kann dieser Effekt, im Gegensatz zu Natriumdampfleuchten, genutzt werden (VLK 2022). Dabei werden viele, homogen verteilte Lichtquellen empfohlen, damit wenig Schatten entsteht.

In den verschiedenen Funktionsbereichen sollte die Beleuchtungsstärke 150 Lux betragen (Tabelle 1) (Fry 2021). Lichtdurchlässige Dach- und Deckenflächen fördern den Tageslichteinfall, jedoch auch den Wärmeeintrag in den Tierbereich. Aus diesem Grund sollten diese nur in einer geeigneten Firstüberdeckung oder in korrekt ausgerichtetes lichtdurchlässiges Wandmaterial (z. B. Wickellüftung aus Gewebeplatten) installiert werden (Werner 2021).

Intensität

(Lux)

Dauer Lichtfarbe

(Kelvin)

Laktierende Tiere 150 13 Stunden hell und 11 Stunden dunkel Tageslicht (> 5300)
Trockensteher 80 8 Stunden hell und 16 Stunden dunkel Neutralweiß (3300 - 5300)
Wartebereich 150 30 Minuten vor und nach dem Eintrieb der Tiere einschalten Tageslicht (> 5300)
Treib- und Laufgänge 150 30 Minuten vor und nach dem Eintrieb der Tiere einschalten Tageslicht bzw. Neutralweiß
Melkstand:

Grundbeleuchtung Arbeitsbeleuchtung

150

500

Ein- und Austrieb

Während des Melkens

Tageslicht (> 5300)

4000 - 6500

Krankenbereich:

Grundbeleuchtung Arbeitsbeleuchtung

Abkalbebereich:

Grundbeleuchtung Arbeitsbeleuchtung

Literaturverzeichnis